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Zum Augenblick gesprochen

Für sein Engagement für die Schaffhauser Jugend wurde PHSH-Dozent Jürg Schneckenburger am 14. Juni 2021 der Georg Fischer Kulturpreis der Stadt Schaffhausen verliehen. 

Unter dem Motto des bekannten Sozialphilosophen Martin Buber «Alles wirkliche Leben ist Begegnung» fand am 14. Juni im Kulturzentrum Kammgarn die Übergabe des Georg Fischer Kulturpreises der Stadt Schaffhausen an Jürg Schneckenburger statt.

Grosse Ehrung

Der mit 15'000 Franken dotierte Georg Fischer-Preis ist die wichtigste Kulturauszeichnung der Stadt Schaffhausen. Er wird alle zwei bis drei Jahre an Kulturschaffende mit Wirkungs- oder Herkunftsort Schaffhausen verliehen. Der Stiftungsrat würdigt Schneckenburgers ausserordentliche Arbeit als Theaterpädagoge, Regisseur und Kulturvermittler. Neben seiner Tätigkeit an der PHSH hat er in der Schweiz bereits mehr als 90 Inszenierungen mit Berufs-, Amateur-, Jugend- und Figurenensembles realisiert. 
Peter Neukomm, Präsident der Stadt Schaffhausen sowie des Stiftungsrates, hatte in seiner Begrüssung besonders den unermüdlichen Einsatz des Preisträgers für die Schaffhauser Jugend hervorgehoben: «Er hat viele junge Schaffhauserinnen und Schaffhauser mit dem Theatervirus infiziert und sie bei der Herausbildung ihrer Persönlichkeit unterstützt.»
Das grosse Engagement des Dozenten zeigt sich gleichermassen in der Ausbildung von jungen Lehrerinnen und Lehrern. Thomas Meinen, Rektor der PHSH, zeigte sich begeistert und lobte unter anderem Schneckenburgers Mut zur Reflexion: «Mit seiner bedachten Art und Weise und seinen tiefgreifenden Aussagen regt er sein Umfeld zum Denken an.» Jürg besitzt gemäss Meinen die Kraft, sich bis aufs kleinste Detail auf einen Augenblick zu fokussieren. Darin liege auch die Essenz seines grossen Erfolges. Mit «Jede Schnuuf stimmt» beschrieb Madlen Arnold, eine Figuren- und Schauspielerin, Jürgs Theaterarbeit. 

Entdeckungsreise

Im Sinne dieser perfekten Momente liessen die jungen Wegbegleitenden, Xenia Ritzmann und Matthias Lehmann, Schneckenburgers Schaffen in Bildern und Worten Revue passieren. Ihre erste Begegnung mit der Schaffhauser Theaterlegende fand im jugendclub momoll theater statt, woraus eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft wuchs. 
Eine besondere Stärke des Theaterpädagogen sehen die beiden darin, dass er seine Schützlinge auf Entdeckungsreise schickt: «Menschen können erforschen und ausprobieren, welche Entstehungskraft in ihnen sitzt.»

Mit Freude und Kultur erfüllt

Der Meister der Inszenierung versteht es gar in Zeiten der Krise, das Publikum die Widrigkeiten der Pandemie für einen Moment vergessen zu lassen. Die vielen schillernden Augenblicke und Begegnungen des Abends wurden durch die musikalische Begleitung von Joscha Schraff und Matthias Meier intensiviert.
Die Kammgarn wirkte an diesem Abend wundervoll leicht mit Leben, Freude und Kultur erfüllt. Damit wird klar, niemand hat diese Auszeichnung mehr verdient als Jürg. 
«Einstimmig hat sich der Stiftungsrat für den neuen Preisträger entschieden», unterstrich der städtische Kulturbeauftragte Jens Lampater. Zusammen mit Ursula Stamm überreichte der Stadtpräsident den Preis an Schneckenburger, welcher sich sichtlich gerührt zeigte.

Alle, die den perfekt inszenierten Moment schätzen und sich gerne in eine theatralische Welt zwischen Sein und Nichtsein begeben, sollten sich im Herbst 2021 seine neuste Arbeit «Übersee» auf der Fassbühne ansehen. 

Wir gratulieren unserem Kollegen zu seiner ausserordentlichen Auszeichnung und sind gespannt auf seine neuen Projekte!

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