Accesskey Navigation

Aktuelle Projekte

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die Projekte, die derzeit am Laufen sind:

In Kooperation mit der Stiftung SILVIVA, der Dienststelle Primar- und Sekundarstufe I des Erziehungsdepartements des Kantons Schaffhausen und dem Naturpark Schaffhausen wird gegenwärtig ein Projekt ausgearbeitet, welches das Ziel hat, längerfristig das Konzept des «Draussenunterrichts» an der Volksschule des Kantons zu verankern. Draussenunterricht bedeutet lehrplanbasierte Lehr- und Lernaktivitäten außerhalb des Klassenzimmers, setting-sensitives, problembasiertes, erlebnisorientiertes Lernen auf wöchentlicher oder zweiwöchentlicher Basis.
Die verfügbare Forschung zu Draussenunterricht sowie die Lern- und Hirnforschung  zeigen, dass Lernen in und mit der Natur gesamthaft wirksam ist, da es Lernprozesse und Gesundheit kumulativ auf unterschiedlichen Ebenen fördert: kognitiver Lernerfolg, Sozial- und Selbstkompetenz, physische und mentale Gesundheit, sowie Alltagskompetenz und systemisches Denken.
Mit Draussenunterricht werden zugleich auch Ziele der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) verfolgt. BNE ist Teil der Strategie zur Umsetzung der Agenda 2030 und als übergeordnetes Bildungsziel im Lehrplan 21 verankert. BNE trägt dazu bei, dass die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen und Wissen erwerben für die Beteiligung an einer ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Gestaltung der Zukunft.

Projektziele:

Entwicklung einer zielgerichteten Kombination von Ausbildungsgefässen für Studierende der PHSH basierend auf internationaler/nationaler Forschung und Erfahrung: Qualifizierung und fachdidaktische Ausbildung zur Befähigung zum fächerübergreifenden Draussenunterricht (Pflicht- bzw. Wahlmodule). Verknüpfung mit dem im Aufbau begriffenen Ausbildungsbereich BNE.

Entwicklung von Weiterbildungsgefässen für Lehrpersonen, Schulen und Schulleitungen des Kantons Schaffhausen, um möglichst viele aktive Lehrpersonen für den Draussenunterricht zu qualifizieren. Es geht hier um längere Lernprozesse, die gut betreut und begleitet werden müssen, z.B. Zusatzqualifikationen, SCHILW-Kurse, Tandem-Formen, Schulvisiten, Jobshadowing etc., welche die Verankerung von Draussenunterricht in der Schulpraxis befördern.

Publikation der begleitenden Evaluation in Fachzeitschriften, Präsentation von erfolgreichen Projekten an Tagungen und mittels Kurzvideos auf verschiedenen Webplattformen (draussenunterrichten.ch, Naturpark Schaffhausen, etc.), mit dem Ziel «Draussenunterricht» auf grosser Skala sichtbar zu machen.

  • Laufzeit: 2021–2026
  • Finanzierung: Drittmittelakquisition läuft
  • Projektleitung: Dr. Seraina Bassin und Isabelle Föllmi

Over the last decades, linguistic landscape (LL) has progressed from an emergent to a recognized research field in sociolinguistics. The dynamic development of LL is reflected in the several edited books published in the last years. Following the first edited collection on linguistic landscape which introduced it as a novel approach to investigate multilingualism (Gorter 2006), other collections expanded the field. Diverse perspectives on theoretical, methodological and critical issues rapidly flourished (Shohamy and Gorter 2009). The scope of symbols was extended to the semiotic landscape and multimodalities, such as nonverbal communication, architecture and various media (Jaworski and Thurlow 2010). In addition, internal differentiation took place, with publications in different languages, such as English and French (Hélot et al. 2010), followed by publications that foregrounded minority languages (Gorter et al. 2012). Spatially, there was regional specialisation, as on the French and Italian Mediterranean (Blackwood and Tufi 2015), as well as research on Africa (Blackwood, Lanza and Woldemariam 2016), which examined the ties between LL and identity.

Recently, a discussion has been initiated on the importance of linguistic landscape in educational settings: in schoolscapes and in use of LL as a pedagogical tool for language learning (Gorter, 2018; Laihonen & Szabó, 2018). This discussion has confirmed the potential of theoretical debates, methodological innovations and empirical evidence on the relationships between linguistic landscape, educational spaces and educational sciences. The envisaged edited collection builds on these studies by focussing on the intersections between two areas: LL and educational sciences. The sustained interweaving of these two disciplines over a whole volume will open new perspectives in the exploration of both LL and educational sciences, separately and in combination.

The edited volume will consist of two parts:
Part I: Contributions on linguistic landscape in educational spaces such as schoolscapes
Part II: The use of linguistic landscape as a pedagogical tool

  • Laufzeit:  2018 – 2022
  • Finanzierung: Eigenmittel PHSH
  • Projektleitung: Dr. Edina Krompák
  • Kooperation: Dr. Víctor Fernández-Mallat (Georgetown University, USA), Stephan Meyer (Universität Basel)

Publikationen:

Krompák, E., Fernández-Mallat, V., & Meyer, S. (eds.) (forthcomming). Linguistic Landscapes and Educational Spaces. Multilingual Matters.

Krompák, E. (forthcomming). Blackboard – a space within a space. Visible linguistic and social practices in Swiss primary classrooms. In E. Krompák, V. Fernández-Mallat, & S. Meyer (eds.) (forthcomming), Linguistic Landscape and Educational Spaces. Multilingual Matters.

Im Sachunterricht werden fachliche und überfachliche Kompetenzen erworben, die ein fachspezifisches, (bildungs-)sprachliches Register voraussetzen (Schmellentin, Lindauer, Furger, 2012). Im Konzept von scientific literacy nimmt die Sprachkompetenz als Wissensdimension eine bedeutende Rolle ein (Gräber et al. 2007). Dies erfordert sowohl die Sensibilisierung der Lehrpersonen auf eine chancengerechte sprachliche Bildung (Krompák, 2015) als auch die Vermittlung von fachbezogenen sprachdidaktischen Kompetenzen.

Das Forschungsprojekt «Sprachliche Bildung im Sachunterricht» untersucht die sprachbezogene Didaktisierung von Sachtexten unter Berücksichtigung des gesamtsprachlichen Repertoires der Lernenden.  Unser Forschungsprojekt ist durch die folgenden Fragestellungen geleitet:  Welche sprachlichen Charakteristiken zeigen herkömmliche Sachtexte auf? Wie können Lehrpersonen die Lernenden beim Lesen solcher Sachtexte unterstützen (scaffolding)? Inwieweit kann das sprachliche Repertoire der Lernenden einbezogen werden? In einem ersten Schritt werden 20 kurze Sachtexte zu den verschiedenen Diskurstypen (Shanahan et al., 2011) mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) analysiert und verglichen. Zweitens werden Interaktionen von angehenden Lehrpersonen über die sprachliche Didaktisierung der ausgewählten Sachtexte aufgenommen, transkribiert und mit der Grounded Theory (Charmaz, 2006) ausgewertet.  Die Ergebnisse liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, welche linguistischen Charakteristiken Sachtexte von verschiedenen Diskurstypen aufweisen und wie sich angehende Lehrpersonen mit den sprachlichen Aspekten des Sachunterrichts auseinandersetzen.

  • Laufzeit:  2019 – 2021
  • Finanzierung: Eigenmittel PHSH
  • Projektleitung: Dr. Edina Krompák & Dr. Seraina Bassin

Publikation:
Krompák, E., & Bassin, S. (2020, März 3–5). Sprachliche Bildung im Sachunterricht. [Präsentation]. GDSU-Tagung, Augsburg, Deutschland.

Die COVID-19-Pandemie stellt unser Bildungssystem auf verschiedenste Art und Weise auf die Probe. Lehrpersonen, Eltern, Schülerinnen und Schüler mussten während des Lockdowns in kürzester Zeit lernen, mit den neuen digitalen Methoden umzugehen. Dabei sind für den Fernunterricht innovative Methoden und neue Formen des Lernens und Lehrens entstanden.

Das Projekt «Multimodales Lernen im Kindergarten während der COVID-19-Pandemie» der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen untersucht die multimodale Kommunikation und das Lernen der Kindergartenkinder durch digitale Tools.

In diesem Zusammenhang sollen folgende Fragen beantwortet werden: Wie erfolgte die multimodale Kommunikation zwischen den Lehrpersonen und Kindergartenkindern während der Pandemie? Wie lernten Kindergartenkinder während dieser Zeit? Wo lagen die Chancen und Herausforderungen für die Lehrpersonen, die Eltern und die Kinder?

Im Rahmen der Untersuchung werden Daten (Videos, Sprachdateien, gestalterische Arbeiten usw.), welche von Lehrpersonen und Kindern zu Lehr- und Lernzwecken während der COVID-19-Pandemie verwendet wurden, analysiert. Darüber hinaus werden die Kinder und die Eltern über die Auswirkungen der Pandemie auf das Lernen interviewt.

  •  Laufzeit: April 2020 – 2022
  • Finanzierung: Eigenmittel PHSH
  • Projektleitung: Dr. Edina Krompák
  • Projektmitarbeiterin: Patricia Schubiger

Auf Empfehlung des Erziehungsdepartements des Kantons Schaffhausen und mit finanzieller Unterstützung des Bundesamts für Kultur wird an der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen das Projekt «Sprachland – Förderung der Mehrsprachigkeit durch Linguistic Landscape» (2019 - 2021) durchgeführt. Das Projekt findet seine theoretischen Wurzeln in der Erforschung von Linguistic Landscape. Linguistic Landscape befasst sich mit den sichtbaren sprachlichen Zeichen (Strassenschilder, Graffiti, Aufkleber und Symbole) im öffentlichen Raum und stellt Fragen zum Sprachgebrauch und zur Sprachenpolitik des jeweiligen Quartiers und des jeweiligen Landes.

Das Projekt verfolgt zum einen das Ziel, die Erstsprachen und die individuelle Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern, und zum andern, die Zusammenarbeit in einem multiprofessionellen Team (HSK-Lehrpersonen*, Klassenlehrpersonen, Dozierende und Studierende) zu ermöglichen. Darüber hinaus möchte das Projekt die Potenziale von Linguistic Landscape als didaktisches Werkzeug ausschöpfen und Möglichkeiten von dessen Verwendung im Unterricht eruieren. Durch die Auseinandersetzung mit den sprachlichen Zeichen werden sowohl die literale Kompetenz der Lernenden als auch ihre Language Awareness gefördert. Im Weiteren eröffnen sich Möglichkeiten für ausserschulisches Lernen.

  • Laufzeit: 2019 – 2021
  • Finanzierung: Bundesamt für Kultur
  • Projektleitung: Dr. Edina Krompák  
  • Projektteam: Dr. Thomas Meier, Philipp Saner, Lisa Wepfer (alle PHSH), Klassenlehrpersonen, HSK-Lehrpersonen des Kantons Schaffhausen, Studierende der PHSH.

* HSK - Heimatliche Sprache und Kultur

Publikation:
Krompák, E. (2021). Social Justice durch die Erforschung von Linguistic Landscape. Babylonia Journal of Language Education, 1, 30–39. here
www.linguistic-landscape.ch

 

Das Projekt «Domänenspezifische Präkonzepte von Kindergarten- und Primarschulkindern als Grundlage für die fachdidaktische Lehre, die Planung von Unterricht sowie die Gestaltung von Lehrmitteln im Fach Natur-Mensch-Gesellschaft (NMG)» hat zwei Ziele: 1. Übersicht über den Kenntnisstand der kindlichen Präkonzepte in den Bezugswissenschaften beziehungsweise Themata im Fachbereich NMG in Form eines Sammelbandes mit einem Überblick über die 12 Kompetenzbereiche des Fachbereichs NMG des Lehrplans 21. 2. Gezielte Beforschung von Präkonzepten in denjenigen Domänen, in welchen unser Kenntnisstand noch wenig entwickelt ist.

Beide Ziele basieren auf der Erkenntnis, dass das Vorwissen bzw. die Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu bestimmten Themata in NMG eine Schlüsselstellung im Lernprozess der Kinder einnehmen und dass sich die Kenntnis der Präkonzepte der Kinder essenziell für die Planung wirksamen Unterrichts präsentiert, wenn man von der Vorstellung ausgeht, dass Lernen eine Veränderung von Präkonzepten bedeutet. Die Frage ist nun, ob die kindlichen Präkonzepte über Phänomene der Welt typische Muster aufweisen oder ob sie zusammenhangslos und individualisiert anfallen. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass in der Heterogenität bestimmte Vorstellungen häufiger auftreten als andere und dass diese Präkonzepte erstaunlich veränderungsresistent sind.

  • Laufzeit: 2016-2020
  • Finanzierung: Fachdidaktikprogramm von swissuniversities, Eigenmittel der PHSH,
  • Leitung: Dr. Edina Krompák
  • Kooperation: Marco Adamina (PHBern), Katharina Kalcics (PHBern)
  • Finanzierung: Fachdidaktikprogramm von swissuniversities, Erstmittel der PHSH
  • Mitarbeitende: Nicole Schumann, Josua Dubach, Isabelle Föllmi (alle PHSH)

Kinder, die mit digitalen Geräten aufwachsen (engl. digital natives), bedienen diese sehr gekonnt. Oft hinkt jedoch das konzeptionelle Verständnis hinterher. Die grosse Herausforderung besteht darin, die Präkonzepte im Bereich Informatik sichtbar zu machen. Informatikwissen wird im Lehrplan 21 erschlossen über die Kompetenzbereiche (Informatiksysteme, Algorithmen und Datenstrukturen) sowie über die in den Fächern integrierte Anwendung (Lehrplan 21, Modul Medien und Informatik, 2016). Dabei handelt es sich um drei grundsätzlich verschiedene Arten von Informatikwissen: Sachwissen («Wie funktioniert das Internet?»), Anwendungswissen («Wie bediene ich ein Textverarbeitungsprogramm?») und algorithmisches Denken (abstrakte Darstellung von Abläufen).

Schülerinnen und Schüler im Zyklus 1 und 2 haben oft Mühe, ihr Wissen zu verbalisieren, insbesondere komplexe technische Zusammenhänge. Kinderzeichnungen in Kombination mit Interviews eignen sich als Erhebungsmethode in der Medienforschung besonders, wenn es um emotionale oder konflikthafte Inhalte geht (Neuss 2017, S. 381), aber auch zur Erhebung von Wissensbeständen im Sachunterricht (Kübler 2017, S. 160-168). In diesem Projekt wird untersucht, inwiefern das informatische Sach- und Anwendungswissen mit dieser kombinierten Erhebungsmethode erschlossen und sichtbar gemacht werden kann. Weiter soll eine Erhebungsmethode entwickelt werden, so dass auch algorithmisches Denken visualisiert werden kann. 

Kontakt

Dr. Edina Krompák

Leiterin Abteilung Forschung und Entwicklung
+41 43 305 49 04
edina.krompak@remove-this.phsh.ch
Mo – Do (Di Homeoffice) / Raum A 23

Details