PHSH-Projekte

Historisches Denken von 4- bis 10-jährigen Kindern in der deutsch-, italienisch- und romanischsprachigen Schweiz (2010 - 2014)

SNF Projekt-Nummer 100013_132207/1

Projektleitung: Dr. Markus Kübler (PHSH), Dr. Martin Eckstein (PHGR)

Projektteam: Sabine Bietenhader (PHGR), Dr. Claudio Stucky (PHSG), Urs Bisang (PHZH), Tina Ammann (PHSH)

Aktuelle Informationen finden Sie unter unserer Projekt-Website:

siehe: www.historischesdenken.ch

Binnendifferenzierte Sachtexte als Unterstützung für den Erwerb von domänenspezifischen Wissensbeständen (2012 - 2015)

PH Schaffhausen, PH Graubünden, Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit - Universität Freiburg i. Br.

Sachtexte in Schulbüchern sind oft selbst für durchschnittlich begabte Kinder zu schwer; für schwächere Lernende und für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache sind sie in der Regel sprachlich überfordernd. Binnendifferenzierte Sachtexte sind deshalb eine Notwendigkeit für eine inklusive Schule. Es ist weiterhin anzunehmen, dass von diesen binnendifferenzierten Sachtexten ganz besonders Kinder mit nicht-deutscher Erstsprache profitieren würden. Als Nebeneffekt vermuten wir grössere Erfolgserlebnisse beim Lesen, der wiederum die Lernmotivation stärken würde. Untersucht wird, inwiefern sich die unterschiedlichen Textniveaus auf den Leistungszuwachs der Kindern im Alter von 9 bis 11 Jahren auswirken. Ausgewählt werden dabei sowohl Klassen im Raume Schaffhausen, die einen mittleren bis hohen Anteil an fremdsprachigen Kindern aufweisen. Eine stärkere Förderung der sprachlich benachteiligten wie auch der begabteren Kinder durch Binnendifferenzierung könnte die Verstehensleistungen von Inhalten im Sachunterricht steigern. Es ist anzunehmen, dass dieser Effekt sowohl für leistungsschwache wie auch für leistungsstarke LeserInnen zutrifft.

Das Projekt ein Teil eines grösseren Forschungsprogrammes gemeinsam mit der PHGR und dem Wissenschaftlichen Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit der Universität Freiburg. Im Jahr 2015 wird in Zusammenarbeit mit dem Lesezentrum Kassel, Universitäten Luxemburg und Klagenfurt, AHS Eupen, FH Nysa ein Kongress in Nysa (Polen) dazu stattfinden.

Die Website zur Studie:

Markus Kübler

Vorstellungen von Kindern über die Welt - wie 4- bis 8-jährige Kinder naturwissenschaftliche Themen (2013 - 2015)

Die Unterschiede im Wissensstand einzelner Kinder sind immer wieder erstaunlich. Doch wie kommen die verschiedenen Vorstellungen von Kindern zustande? Und welche Lernwege kann ich anbieten, damit Kinder unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichem Wissensstand am besten lernen?

Die Ziele des Moduls sind: sich mit der „Sache“, einem naturwissenschaftlichen Thema und der aktuellen Forschung zur Denk- und Lernpsychologie von Kindern intensiv auseinanderzusetzen, das erworbene Wissen in die Erarbeitung und Herstellung von eigenen Lernwegen umzusetzen, die eigenen Lernwege sogleich selbst in den Klassen zu testen und die Erfolgsrate auszuwerten. Nach Festlegung des naturwissenschaftlichen Themas, des zu erreichenden Postkonzepts und der Gruppen wird eine Präkonzeptbefragung erarbeitet, um die Weltvorstellungen von Kindern in verschiedenen Klassen (evtl. versch. Alters, um den Verlauf der Vorstellungen und Ursachen zu ergründen) zu sammeln. Die anschliessende Evaluation der Vorstellungen dient als Grundlage für die Erarbeitung spezifischer Lernwege, die dann wiederum selbst in den Klassen getestet werden. Am Ende haben wir eine Mappe bestehend aus verschiedenen Themen und den dazugehörigen, evaluierten Lernwegen.

Jasmina Hugi

Wie sieht das musikalische Handeln und Lernen bei Kindern von 4 bis 8 Jahren aus? (2013 - 2015)

Kinder sind von Natur aus musikalisch. Die Prägung und Förderung ist bei der musikalischen Handlungsweise von Kindern sehr entscheidend. Wir beobachten und befragen Kinder bezüglich ihres musikalischen Lernens. Was für Wissen und Können bringen sie mit, wie sieht ihre musikalische Wahrnehmung und Erlebenswelt aus?

Was begünstigt musikalisches Handeln und Lernen bei einzelnen Kindern und auch den Musikunterricht in der Schule? Wie wird in einzelnen Kindergärten und in der Primarschule musikalisch gehandelt; gesungen, bewegt und musiziert, also wie wird der Lehrplan im Fach Musik dort umgesetzt?

Und welche Rahmenbedingungen, Methoden, Materialien und Ressourcen sind, resp. wären für eine sinnvolle und konkrete Umsetzung des Lehrplans Musik förderlich und erforderlich?

Béatrice Gründler

"Professionalisierung von Fachkräften im Elementarbereich (Primel)" (2012-2014)

Goethe-Universität Frankfurt, Universität Hannover, PH Weingarten, Universität Koblenz-Landau, PH St. Gallen, PH Schaffhausen

Idee, Fragestellung, Hintergrund

Als Folge verschiedener internationaler Vergleichsstudien hat es eine rege Diskussion um die Qualität (früh-) kindlicher Bildung und um die Professionalisierung von Fachkräften im vorschulischen und schulischen Bereich gegeben. Es soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit es pädagogischen Fachkräften mit unterschiedlichen Ausbildungen in der Elementarbildung gelingt, die durch die neuen Bildungspläne geforderte bereichsspezifische Bildungsarbeit im Kindergarten umzusetzen. Als Indikatoren werden dafür zum einen die gezielte und bewusste Begleitung und Intervention von Erzieher/innen in Freispielsituationen, zum anderen die Gestaltung von konkreten Bildungsangeboten genommen. Die Indikatoren soll verglichen werden bei Erzieher/innen mit fachschulischer Ausbildung mit akademisch ausgebildeten Frühpädagog/innen in Deutschland und der Schweiz

Vorgehen, Methode, Ablauf

Als Fragen wurden formuliert: Welchen Effekt auf die Qualität der Freispielbegleitung sowie der Angebotsplanung und -gestaltung haben unterschiedliche Ausbildungsmodelle für pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich in Deutschland (fachschulische und akademische Ausbildung) und der Schweiz (akademische Ausbildung)? In welcher Weise beeinflussen die Einstellungen, Fähigkeitsselbstkonzepte und das Fachwissen der pädagogischen Fachkräfte sowie die räumliche, materielle und personelle Ausstattung der Einrichtung diesen Effekt? Methodischer Ansatz: Fragebögen zur Erfassung der Rahmenbedingungen in der Einrichtung, des domänenspezifischen Wissens und der Einstellungen zu verschiedenen Bildungsbereichen der Frühpädagog/-innen; Videographische Aufzeichnung des Kindergartenalltags in Freispiel- und 2. Angebotssituationen.

Förderbetrag 760.000 € Bundesministerium für Bildung und Forschung

Carine Burckhardt

Everybody should speak American, right? (2012)

Was ist «English as a Lingua Franca» und wie manifestiert diese sich im Klassenzimmer?

Idee, Fragestellung, Hintergrund

Wir evaluieren, wie gut Lernende verschiedene englische Akzente und Dialekte verstehen und wie Lehrpersonen das Verstehen von verschiedenen Akzenten und Dialekten fördern. Wir entwickeln gut aufgebaute Hörverstehensaufgaben für Kinder; wir analysieren, wie das aktuelle Lehrmittel ELF («English as a lingua franca») unterstützt.

Das Ziel dieses Projekts ist es, zu entdecken, wie ELF als Unterrichtsprinzip im Englischunterricht erlebt, verstanden und präsentiert wird.

Vorgehen, Methode, Ablauf

Lesen aktueller (englischsprachiger) Literatur über ELF und Hörverstehensbeurteilungsaufgaben. Beobachtungen (am Bahnhof, Rheinfall usw.) von Akzenten und Dialekten in der örtlichen Gesellschaft (was hören Kinder jeden Tag?). Analysieren von Hörverstehensaktivitäten in der Volksschule. Entwicklung von Aktivitäten mit dem gleichen Text aber verschiedenen Akzenten. SchülerInnen in einer 3. Klasse untersuchen, wie gut sie verschiedene Akzente verstehen.

Laura Loder Büchel

Handlungsstrategien bei schwierigen Situationen von Junglehrpersonen im Umgang mit Eltern (2012)

Idee, Fragestellung, Hintergrund

Rückmeldungen von Junglehrpersonen haben ergeben, dass die Elternarbeit als Belastungssituation wahrgenommen wird. Die Handlungsstrategien scheinen nicht auszureichen, um diese Situationen adäquat zu bewältigen. Es interessiert uns, welches Wissen die ehemaligen Studierenden wie anwenden, um Aufgaben zu lösen, die sich im Umgang mit den Eltern ergeben. Welches sind verwendete Handlungsstrategien? Welchen Theorien (auch Alltagstheorien) sind handlungsleitend? Welches sind Theorien, die sich als träges Wissen erweisen?

Vorgehen, Methode, Ablauf

Wir befassen uns zuerst mit den bestehenden Forschungsresultaten zur Thematik. Dann erfragen wir schriftlich schwierige Situationen von Junglehrpersonen im Umgang mit Eltern. Weiter werden wir in einem Interview die Handlungsstrategien erheben, welche die Junglehrpersonen in schwierig empfundenen Situationen im Umgang mit Eltern anwenden. Die schwierigen Situationen der Junglehrpersonen im Umgang mit Eltern werden erfahrenen und bewährten Lehrpersonen vorgestellt und deren mögliche Handlungsstrategien in solchen Situationen erfragt.

Martina Funke

Kontakt

Markus Kübler

+41 43 305 49 29

markus.kuebler@phsh.ch